Schulkonzept
Schulkonzept
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Leitgedanken
Die Ludwig-Erk-Schule ist eine dreizügige Grundschule mit Eingangsstufe für ca. 350 Schülerinnen und Schülern. In unserer Schule lernen Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft und mit unterschiedlichen Begabungsschwerpunkten von der E 1 bis zur vierten Klasse. Sie oder ihre Eltern stammen aus verschiedenen Kulturkreisen. Die Schule möchte allen Schülerinnen und Schülern die Chance geben, unter den gegebenen Bedingungen die bestmögliche Ausbildung zu erhalten. Hier sollen die Kinder ihren unterschiedlichen Fähigkeiten entsprechend Mut zu besonderer Leistung und Freude am miteinander- und voneinander Lernen bekommen. Dabei ist es wichtig, dass wir individuelle Leistung unterstützen und wertschätzen, auch in solchen Bereichen, die über den Fächerkanon hinausgehen. Bei uns sollen Kinder gefördert werden, es soll aber auch Leistung gefordert werden. Wir wollen Lernen vielfältig gestalten und mit allen Sinnen lernen. Wir sind offen für neue Wege, wollen aber an Bewährtem auch festhalten.
Eingangsstufenkonzept
1. Allgemeines Die Eingangsstufe ist seit 1974 fester Bestandteil der Ludwig-Erk-Schule und ersetzt die Jahrgangsstufe 1. Sie ist das Herzstück unserer Schule. Hier wird die Basis für alle weitere Arbeit in den höheren Klassen gelegt. In der Eingangsstufe wird in besonderem Maße dem unterschiedlichen körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklungsstand der Kinder Rechnung getragen. Um Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf besonders Wertschätzung und Aufmerksamkeit geben zu können, werden sie in Integrationsklassen beschult (siehe Punkt 5.1, Seite 15). Durch die Verbindung von sozialpädagogischen und unterrichtlichen Lern- und Arbeitsformen wird der Übergang in die Grundschule erleichtert. In die Eingangsstufe werden Kinder der ganzen Jahrgangsbreite eingeschult, d. h.: Alle Kinder, die bis zum 30. Juni das fünfte Lebensjahr vollenden, sind schulpflichtig. Auch für die Eingangsstufe gelten die Schulbezirksgrenzen, die für die Grundschule festgelegt worden sind. Fünfjährige Kinder aus anderen Schulbezirken können auf einen Gestattungsantrag hin aufgenommen werden, wenn es die Kapazität der Klassen erlaubt. Die Schülerhöchstzahl für eine Eingangsstufenklasse beläuft sich auf 25 Kinder, wobei diese Anzahl um bis zu drei Schüler/innen überschritten werden kann. Die Verweildauer in der Eingangsstufe beläuft sich in der Regel auf zwei Jahre. Schüler können in begründeten Fällen ein drittes Jahr dort bleiben (wobei das dritte Jahr nicht auf die Vollzeitschulpflicht angerechnet wird) oder aber auch bereits nach einem Jahr in die Jahrgangsstufe 2 aufrücken. 2. Organisation Jeweils ein/e LehrerIn und eine Sozialpädagogin bilden ein Team, das die Arbeit miteinander abstimmt, wobei Methoden des Grundschulunterrichts und der Sozialpädagogik miteinander verbunden werden. Dadurch wird dem unterschiedlichen Entwicklungsstand der Kinder durch eine entsprechende, individuell angepasste Didaktik und Pädagogik Rechnung getragen. Ein Team arbeitet mindestens vier Jahre zusammen, sodass die Klasse nach der E2 an einen neuen Klassenlehrer abgegeben wird. Ab der zweiten Klasse wird weiterhin personelle Kontinuität angestrebt. Die Eingangsstufenkinder haben 20 Stunden pro Woche Klassenunterricht und zusätzlich mindestens eine Kursstunde. Der Klassenunterricht findet von der ersten bis zur vierten Schulstunde statt, die Kursstunden liegen jeweils in der fünften Stunde. Regelmäßige und verlässliche Schulzeiten ermöglichen es, den Schultag zu rhythmisieren, Lern- und Spielzeiten angemessen zu berücksichtigen – und damit wird den Kindern ein fester Rahmen gegeben, in dem sie sich relativ sicher und stressfrei entwickeln können. 3. Tagesablauf in der Eingangsstufe a. Tagesablauf in der E1 (wobei die Zeitangaben keine Fixpunkte sind, sondern vielmehr Orientierung geben und flexibel zu handhaben sind) 8.00 - 8.45 Uhr „Ankommen“ in der Klasse mit Morgenkreis = gemeinsame Rituale (Erzählen, Bewegung, Spiel, Singen, Musizieren, Vorlesen) 8.45 - 9.30 Uhr 1. Arbeitsphase 9.30 - 9.45 Uhr 1. große Pause 9.45 - 10.10 Uhr gemeinsame Frühstückszeit in der Klasse 10.10 - 10.40 Uhr 2. Arbeitsphase 10.40 - 11.15 Uhr Spielzeit (angeleitetes oder freies Spiel) 11.15 - 11.25 Uhr gemeinsamer Abschluss (Lied, Bewegungsspiel) 11.25 - 11.40 Uhr 2. große Pause 11.40 - 12.25 Uhr Förderung in Kleingruppen (wobei jedes Kind mindestens an einer Kursstunde teilnimmt, aber bei Bedarf auch häufiger einbestellt wird) b. Tagesablauf in der E2 8.00 - 8.15 Uhr „Ankommen“ in der Klasse mit Morgenkreis 8.15 - 9.30 Uhr zwei Arbeitsphasen 9.30 - 9.45 Uhr 1. große Pause 9.45 - 10.10 Uhr gemeinsame Frühstückszeit (im Laufe des Schuljahres verkürzt auf 10.00 Uhr) 10.10 - 10.50 Uhr zwei Arbeitsphasen, dazwischen Entspannungsübungen (Bewegungsspiel, Fantasiereise, ...) 10.50 - 11.20 Uhr Spielzeit (im Laufe des Schuljahres wird diese reduziert) 11.20 - 11.25 Uhr gemeinsamer Abschluss 11.25 - 11.40 Uhr 2. große Pause 11.40 - 12.25 Uhr Förderung in Kleingruppen. Auf die 24 auf der Stundentafel ausgewiesenen Stunden (20 Klassenunterricht- und vier Kursstunden) kommen 20 LehrerInnen- und zehn Sozialpädagogenstunden, die sich flexibel gestalten lassen. Zusätzlich kommt bei Bedarf noch eine Sprachheillehrerin in die Klasse, um den jeweiligen Kindern auf der sprachlichen Ebene eine effektive Förderung zukommen zu lassen. Während der Eingangsstufenzeit bleiben die Kinder in einem Raum. Alle Eingangsstufenräume sollten eine möglichst gleiche Grundausstattung haben. Hierzu zählen: neue kindgerechte Tische, Stühle und Regale (zwei Ausstattungen sind schon bestellt) Bau-, Puppen- und Leseecke Korkwand Experimentier- und Musikinstrumente CD-Player zwei Computer Jede Sozialpädagogin hat noch einen zusätzlichen Raum mit Materialien für Kleingruppenarbeit, Diagnostik und Förderung. 4. Inhalte der Eingangsstufe Die Eingangsstufe ist als eine Einheit zu sehen, in der Inhalte der sozialpädagogischen und der unterrichtlichen Arbeit miteinander verzahnt werden. Während am Anfang Elemente aus der Sozialpädagogik überwiegen, nehmen die kognitiven Leistungsanforderungen im Laufe der zwei Jahre einen immer größeren Raum ein. Bei allem Lernen wird der Individualisierung und Differenzierung unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit des einzelnen Schülers ein hoher Stellenwert eingeräumt. Wichtig sind die Lernerfolge- und -fortschritte des einzelnen Kindes. Bei allem Lernen gilt es, handlungsorientiert und mit allen Sinnen die verschiedenen Lernbereiche zu erfassen. a. Inhalte der E1 fächerübergreifendes Arbeiten mit Ausnahme des Sportunterrichts (auch Elemente des Religionsunterrichts sind hier inbegriffen) Kennenlernen und Umgang mit den unterschiedlichen Arbeits- und Spielmaterialien Arbeitstechniken und –methoden wie Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Tagesplan, Wochenplan-, Stations-, Werkstatt- und Projektarbeit werden eingeführt Schulung der Fein- und Grobmotorik (Schwungübungen, Überkreuzübungen, ...) Förderung der Selbstständigkeit und –tätigkeit Klassenregeln und damit einhergehend: soziales Verhalten und Gruppenfähigkeit Kommunikationsfähigkeit Wahrnehmungsförderung im auditiven, visuellen und taktilen Bereich Konzentrations- und Ausdauertraining Freies und angeleitetes Spiel Farben, Größenvergleiche, Raum-Lage-Wahrnehmung Themen aus der Lebens- und Umwelt der Kinder Unterrichtsgänge in das nähere Umfeld der Schule nach den Herbstferien: Einführung in die Mengenerfassung und in den Ziffernschreibkurs (Minimalplan: 1 bis 6) Beginn des Buchstabenlehrgangs mit Schwerpunkt auf die auditive und visuelle Diskriminierung Es ist kein Ziel der E1, dass alle Kinder Lesen und Schreiben lernen. Hier geht es vielmehr um eine Hinführung und Anbahnung der nötigen Voraussetzungen für das Erlernen der Kulturtechniken! (Im Hinblick auf die Wahl der Anlauttabelle, der Fibel und des Mathematikbuches besteht für die LehrerInnen eine methodische Freiheit, wobei es wünschenswert wäre, wenn es zu einer Absprache innerhalb einer Jahrgangsstufe kommen würde.) festgelegte Handzeichen werden parallel zu den Buchstaben eingeführt Planung und Durchführung von Klassenfesten (mit und ohne Eltern) b. Inhalte der E2 In der E2 werden die Inhalte der E1 weitergeführt, wobei sich der Schwerpunkt auf die kognitive Ebene verlagert und die Kulturtechniken eine größere Bedeutung gewinnen. Angedacht ist, dass der Religionsunterricht im Klassenverband stattfindet. Gegen Ende der E2 wird begonnen, die Schreibschrift (Vereinfachte Ausgangsschrift) einzuführen.
Klassen 2-4
Tagesablauf (2. bis 4. Schuljahr) 7.45 Uhr Öffnung des Schulhauses und der Klassenräume 8.00 – 9.30 Uhr erste Arbeitsphase 9.30 – 9.45 Uhr Spielpause 9.45 – 9.55 Uhr gemeinsames Frühstück in der Klasse 9.55 – 11.25 Uhr zweite Arbeitsphase 11.25 – 11.40 Uhr Spielpause 11.40 – 13.10 Uhr dritte Arbeitsphase Von 8.00 – 8.45 Uhr und/ oder von 12.25 – 13.10 Uhr können auch Förderunterricht oder AGs stattfinden. Deutsch als Zweitsprache und Sprachheilunterricht werden parallel zum Unterricht angeboten.
Betreuung
Der „Förderverein der Ludwig-Erk-Schule e. V.“ bietet für Ihr Kind seit 1992 eine Betreuung vor und nach dem Unterricht an, die von vier qualifizierten Betreuerinnen geleitet wird. Das Angebot stellt für Ihr Kind einen Ausgleich zum Schulmorgen dar. Das pädagogische Konzept der Einrichtung versteht die Betreuung als einen Ort des sozialen Lernens neben der Schule. Die betreuten SchülerInnen haben hier unter anderem die Möglichkeit, sich nach dem Unterricht einfach nur zu entspannen, aber auch, über ihre Probleme zu sprechen. Oft können Streitigkeiten vom Schulvormittag geschlichtet werden. Sowohl die Schule als auch die Betreuung widmen sich der gewaltfreien Lösung von Konflikten (Mediation). Mit der Ausweitung des Betreuungsangebotes mit dem Schuljahr 2007 / 08 können die Kinder ein warmes Mittagessen einnehmen. Auf gleichem Flur wie die beiden Betreuungsräume befinden sich der Speisesaal und die Küche. Kinder die auch nach 14.00 Uhr die Betreuung besuchen, haben die Möglichkeit die Hausaufgaben unter pädagogischer Anleitung zu erfüllen. Die Hausaufgabenzeit verbringen die Kinder in Kleingruppen, um effektives Arbeiten zu ermöglichen. Besteht zusätzlicher Übungsbedarf können die Kinder an Computer ihr Wissen vertiefen. Ihr Kind kann in der Betreuung an einer Vielfalt von kreativen Aktivitäten teilnehmen, wie z. B. Gestaltung, Musik, Kunst, Entspannung und Bewegung. Bei geeigneter Wetterlage bietet der Betreuungsraum durch seinen direkten Zugang zur Eingansstufenwiese ideale Bedingungen für aktive körperliche Betätigung und Spielen an frischer Luft. In Kleingruppen können die Kinder darüber hinaus den Bewegungsraum nutzen. Die Gestaltung der Räume mit Kuschelecke Leseecke Rollenspielecke Bauteppich Legobereich Indoor - Klettergerüst Bällebad bietet Kindern viele die Möglichkeit zum Freispiel. Unsere Betreuungszeiten von Montag bis Freitag sind 07.30 bis 08.45 Uhr und 11.40 bis 16.00 Uhr. Die anfallenden Kosten werden durch den Lahn-Dill-Kreis und die monatlichen Beiträge der Eltern übernommen. Kooperationspartner des Lahn-Dill-Kreises beim Betreuungsangebot ist der Förderverein.